Großbaustellen müssen angegangen werden

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Viele Anträge wurden mit großer Mehrheit angenommen. (Bild: Georg J. Lopata/axentis.de)

Die Frühjahrstagung des deutschen Hausärzteverbandes fand in diesem Jahr gemeinsam mit den Gastgebenden des Landesverbandes Niedersachsen am 06. und 07. Mai in Hannover statt. Dabei diskutierten die Delegierten unter anderem über die Digitalisierung und forderten vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie von der Politik eine bessere Vorbereitung auf den kommenden Herbst.

Den Auftakt machte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt. Er dankte den Hausärztinnen und Hausärzten für die herausragende Leistung insbesondere in den vergangenen zwei Jahren bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten im Rahmen der Corona-Pandemie. Auch die pragmatische Versorgung der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern, die derzeit in den Praxen behandelt werden, hob er lobend hervor. Zugleich verurteilten die versammelten Delegierten den Angriffskrieg Putins in der Ukraine auf das Schärfste.

Ein weiteres Thema der Tagung war die zunehmende Kommerzialisierung im Gesundheitswesen. Insbesondere der Einstieg von renditefokussierten Investoren in Medizinische Versorgungszentren (MVZ) wurde kritisiert. Dabei hoben die Delegierten die Stärke der hausärztlichen und inhabergeführten Niederlassung hervor, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt und nicht die Gewinnmarge.

Die Auseinandersetzung mit der „Großbaustelle“ Digitalisierung nahm ebenfalls einige Zeit der Sitzung in Anspruch. Dabei war man sich einig, dass digitale Instrumente in der Praxis der Versorgung nützen müssen und nicht zusätzlichen Aufwand zum Nutzen der Krankenkassen sein dürfen. Der Austausch der Konnektoren sei dafür ein besonders negatives Beispiel, wie es nicht laufen sollte.

„Die Telematikinfrastruktur ist eine Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und Pannen, deren Leittragende die Ärztinnen und Ärzte und ihre Patientinnen und Patienten sind. Von den angekündigten großen Visionen und Strategien ist bisher nichts in den Praxen angekommen. Das ist schade, denn gut funktionierende digitale Anwendungen könnten uns Hausärztinnen und Hausärzte und die Praxisteams spürbar entlasten“, so der Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen Dr. Matthias Berndt.

Darüber hinaus unterstrichen die Hausärztinnen und Hausärzte erneut die Forderung nach einem steuerfreien Bonus für die Medizinischen Fachangestellten in den Praxen. Auch diese haben in den letzten mehr als zwei Jahren eine herausragende Leistung für die Patientinnen und Patienten erbracht.

Über die Frühjahrstagung berichtete unter anderem der NDR.

Hier geht es zur digitalen Pressemappe des Deutschen Hausärzteverbandes.


 

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